- Einen verstopften Abfluss reinigen Sie am besten mechanisch – mit Pömpel, Spirale oder als Alternative durch Demontage des Geruchsverschlusses.
- Backpulver und Essig helfen bei leichten Ablagerungen im Abfluss, lösen aber keine festsitzenden Blockaden.
- Chemische Abflussreiniger und Chlorreiniger schaden Abflussrohren, Dichtungen und der Umwelt – vermeiden Sie diese Produkte.
- Wenn der Abfluss verstopft bleibt oder immer wieder zugeht, sitzt das Problem tiefer. Dann hilft nur eine professionelle Abflussreinigung.
Kaum etwas nervt im Haushalt so sehr wie ein verstopfter Abfluss. Sie wollen den Abfluss reinigen – und zwar schnell, ohne teure Fehler. In der Spüle steht das Wasser, im Waschbecken im Bad bildet sich ein Pfropf aus Haaren und Seifenresten, oder aus dem Duschabfluss steigt ein Geruch auf, der nicht mehr verschwindet.
Hier finden Sie die besten Tipps und Anleitungen – Schritt für Schritt: welche Methoden tatsächlich helfen, warum chemische Reiniger und Chlorreiniger Ihren Abflussrohren schaden und wann eine professionelle Reinigung die bessere Lösung ist.
Warum verstopft der Abfluss? Die häufigsten Ursachen
Bevor Sie den Abfluss reinigen, hilft es zu verstehen, was die Verstopfung verursacht. Denn die Ursache bestimmt die richtige Methode.
Küche
Fett, Essensreste und Kalkablagerungen setzen sich schichtweise im Rohr ab. Speiseöl erstarrt an der Rohrwand und bildet einen Film, an dem sich weitere Rückstände festsetzen.
Badezimmer
Haare, Seife und Körperrückstände sind im Bad – in Waschbecken und Dusche – die Hauptverursacher. In der Badewanne verfangen sich besonders Haarsträhnen im Siphon.
Tiefere Leitungen
Kalkablagerungen, eingewachsene Wurzeln oder abgesetzte Rohre verursachen Verstopfungen, die mit Hausmitteln nicht zu lösen sind.
Ein gluckerndes Geräusch beim Abfließen ist ein Warnsignal: Es deutet darauf hin, dass das Rohr fast vollständig verstopft ist und Luft nur noch in Blasen entweichen kann. Spätestens dann sollten Sie handeln.
5 Methoden, Ihren Abfluss selbst zu reinigen
Nicht jede Abflussverstopfung erfordert den Profi. Einen leicht verstopften Abfluss können Sie oft selbst freibekommen. Viele Verschmutzungen lassen sich mit einfachen Hilfsmitteln beseitigen. Die folgenden Tipps und Methoden sind nach Wirkungstiefe sortiert – Schritt für Schritt, von der leichtesten Maßnahme bis zur Spirale.
1. Siphon demontieren und reinigen
Der Siphon – das gebogene Rohrstück unter dem Waschbecken oder der Spüle – ist die häufigste Stelle, an der sich Rückstände sammeln. Oft reicht es, ihn abzuschrauben und von Hand zu säubern.
Stellen Sie einen Eimer unter das Rohrstück (es läuft Restwasser heraus).
Lösen Sie die Überwurfmuttern per Hand oder mit einer Zange.
Entfernen Sie Schmutz, Seifenreste und Verschmutzungen mit einer Bürste.
Reinigen Sie das Bauteil unter fließendem Wasser und schrauben Sie ihn wieder fest.
Diese Methode ist die gründlichste für den Bereich direkt unter dem Abfluss und funktioniert in Waschbecken, Spüle und Badewanne gleichermaßen.
2. Backpulver und Essig: Bei leichten Ablagerungen
Die Kombination aus Backpulver (oder Natron) und Essig ist eines der bekanntesten Hausmittel, um den Abfluss zu reinigen. Die schäumende Reaktion löst oberflächliche Rückstände an und beseitigt Gerüche. Allerdings: Bei einer echten Verstopfung reicht die Wirkung selten aus.
Schritt für Schritt:
Geben Sie 4 Esslöffel Backpulver direkt in den Abfluss.
Gießen Sie eine halbe Tasse (ca. 100 ml) Essigessenz hinterher.
Die Mischung beginnt zu sprudeln – die Reaktion ist normal und gewollt.
Lassen Sie alles 15–20 Minuten einwirken.
Gießen Sie warmes Wasser nach (nicht kochend bei Kunststoffrohren).
Tipp: Alternativ funktioniert Natron genauso gut. Die Wirkung von Backpulver und Natron mit Essig ist vergleichbar – nehmen Sie, was Sie im Haushalt haben.
3. Pömpel (Saugglocke): Bei stehendem Wasser
Wenn der Abfluss verstopft ist und das Wasser sichtbar steht, ist die Saugglocke das wirksamste mechanische Hilfsmittel im Haushalt. Sie erzeugt Druckwechsel, die Rückstände im Rohr lösen.
Füllen Sie Waschbecken oder Spüle so weit, dass die Gummiglocke vollständig bedeckt ist.
Dichten Sie den Überlauf mit einem feuchten Lappen ab – sonst entweicht der Druck.
Setzen Sie den Pömpel senkrecht auf den Abfluss und pumpen Sie 15–20 Mal kräftig.
Ziehen Sie die Saugglocke ruckartig ab.
Fließt das Wasser danach nicht ab, wiederholen Sie den Vorgang. Bringt auch das keine Hilfe, sitzt die Verstopfung tiefer im Abflussrohr.
4. Reinigungsspirale: Bei tieferen Verstopfungen
Eine Reinigungsspirale erreicht Verstopfungen, die 1–2 Meter tief im Rohr sitzen – deutlich tiefer als Pömpel oder Hausmittel. Im Baumarkt gibt es Rohrreiniger-Spiralen ab ca. 10 €.
Führen Sie die Spirale langsam und drehend in den Abfluss ein.
Sobald Sie auf Widerstand stoßen, drehen Sie die Kurbel gleichmäßig weiter – nicht mit Gewalt.
Ziehen Sie die Spirale heraus und entfernen Sie anhaftende Verschmutzungen.
Lassen Sie anschließend gründlich Wasser durchlaufen.
Falsch angewendet kann eine Spirale die Rohre verkratzen – besonders bei älteren Leitungen aus Gusseisen oder Ton. Kratzer werden zu Ansatzpunkten für neue Verschmutzungen. Wenn Sie nicht sicher sind, welches Rohrmaterial verbaut ist: Lassen Sie einen Fachbetrieb ran. Das spart im Zweifel eine teure Reparatur.
Sie haben alle Methoden probiert und der Abfluss ist immer noch verstopft? Dann sitzt die Ursache in der Leitung, nicht im Siphon. Rufen Sie uns an – bei 80 % aller Anfragen können wir bereits am Telefon einschätzen, was zu tun ist. Kostenlos.
5. Und was ist mit Cola?
Cola wird im Internet häufig als Hausmittel für einen verstopften Abfluss empfohlen. Die enthaltene Phosphorsäure löst tatsächlich leichte Kalkablagerungen an. In der Praxis ist die Konzentration aber zu gering, um bei einer echten Blockade Hilfe zu bieten. Als Alternative zu Natron, Backpulver und Essig taugt Cola nicht – es schadet zwar nicht, bringt aber auch wenig.
Warum chemische Abflussreiniger und Chlorreiniger schaden
Chemische Abflussreiniger versprechen schnelle Hilfe: einschütten, einwirken lassen, fertig. Die Produkte aus dem Handel klingen überzeugend. Was in Ihren Rohren passiert, sieht anders aus.
Die meisten Abflussreiniger basieren auf Natriumhydroxid (Natronlauge) oder Schwefelsäure. Chlorreiniger setzen auf Natriumhypochlorit. Alle drei Wirkstoffe lösen organische Rückstände auf, greifen aber gleichzeitig das Rohrmaterial an:
Sie haben bereits chemische Produkte verwendet und der Abfluss verstopft trotzdem immer wieder? Das ist ein typisches Zeichen für ein tieferliegendes Problem. Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen.
Professionelle Abflussreinigung – gründlich und ohne Chemie
Wenn Hausmittel, Saugglocke und Spirale nicht helfen, sitzt die Verstopfung tiefer in der Leitung. Typische Ursachen: jahrelange Beläge im Rohr, Kalkablagerungen, eingewachsene Wurzeln oder abgeknickte Rohre im Mauerwerk.
Sie erkennen das daran, dass der Abfluss immer wieder verstopft – auch wenn Sie ihn gerade erst gereinigt haben.
So läuft eine Abflussreinigung beim Fachbetrieb ab
In rund 90 % der Fälle reicht eine HD-Spülung, um den Abfluss vollständig freizubekommen. Der gesamte Einsatz dauert in der Regel unter 90 Minuten.
Der Unterschied zu Hausmitteln: Die Rohrwand wird auf voller Länge gereinigt, nicht nur punktuell am Abfluss. Zusätzlich erkennt der Techniker bei der Inspektion, ob Ihre Rohre Schäden aufweisen – etwa Risse, Versätze oder beginnende Wurzeleinwüchse.
Was kostet eine professionelle Abflussreinigung?
Die Kosten hängen vom Aufwand ab. Grundsätzlich gilt: Je früher Sie einen Fachbetrieb einschalten, desto geringer der Aufwand – und die Rechnung.
| Leistung | Kostenrahmen |
|---|---|
| Einfache Abflussreinigung (Waschbecken, Dusche, Badewanne) | 80 – 150 € |
| Rohrreinigung mit HD-Spülung | 150 – 300 € |
| Reinigung mit Kamera-Inspektion | 200 – 500 € |
| 85 % unserer Reinigungen liegen unter 250 € – transparente Kostenschätzung vor Anfahrt. | |
Verstopfungen vorbeugen: 5 Tipps für freie Abflüsse
Noch besser als den Abfluss zu reinigen: dafür sorgen, dass er gar nicht erst verstopft. Die meisten Abflussverstopfungen entstehen nicht über Nacht, sondern bauen sich über Wochen auf. Mit wenigen Maßnahmen lässt sich das verhindern.
Unsere 5 besten Tipps gegen verstopfte Abflüsse:
Was heißt das für Sie?
Einen verstopften Abfluss reinigen können Sie in vielen Fällen selbst – mit den hier beschriebenen Tipps – Backpulver und Essig oder einer Saugglocke. Chemische Abflussreiniger und Chlorreiniger sind dabei keine Hilfe, sondern ein Risiko für Ihre Rohre.
Wenn der Abfluss trotzdem verstopft bleibt, die Verstopfung immer wiederkommt oder ein dauerhafter Geruch nicht nachlässt – dann sitzt das Problem tiefer in der Leitung. Und genau dafür sind wir da.
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